Samstag, 9. August 2008

RICHTFEST

Unser Richtspruch:

Die Feierstund hat geschlagen, es ruhet die geübte Hand.

Nach harten, arbeitsreichen Tagen grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.
Und stolz und froh ist jeder heute, der tüchtig mit am Werk gebaut.

Es waren wack're Handwerksleute, die fest auf ihre Kunst vertraut. Drum wünsche ich, so gut ich's kann, so kräftig wie ein Zimmermann, mit stolz empor gehobenen Blick dem neuen Hause recht viel Glück.

Wir bitten Gott, der in Gefahren uns alle Zeit so treu bewahrt, er mög' das Bauwerk hier bewahren vor Not und Schaden aller Art.
Nun nehm' ich froh das Glas zur Hand, mit Wein bis an den Rand, und mit dem feurigen Saft der Reben will jedermann die Ehr' ich geben, wie sich's nach altem Brauch gebührt, wenn so ein Bau ausgeführt.

Das erste Glas der Bauherrschaft: Hoch soll Sie leben, hoch, hoch, hoch.

Nun brauchte man zu allen Zeiten nicht nur den Kopf, nein auch die Hand. Drum noch ein Hoch den Maurern und Zimmerleuten, durch deren Kraft der Bau entstand. Hoch soll Sie leben, hoch, hoch, hoch.

Nun ist das Glas wohl ausgeleert und weiter für mich nichts mehr wert, d'rum werf' ich es zu Boden nieder – zerschmettert braucht es keiner wieder; doch Scherben bedeuten Glück und Segen der Bauherrschaft auf allen Wegen.




















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